Bericht zur Renovierung von A5643

 

 

Von Tom Schnyder und Til Bachmann

 

Nach erfolgreichem Abschluss der Renovationsarbeiten in der Anlage A5633 Triboltingen Süd und zwei sehr erfolgreichen Tage der offenen Tür war im Jahr 2018 auch die Renovierung der Anlage A5643 Allmendhau Nord im Kalender.

Der kleine aber feine Infanteriebunker mit einem Maschinengewehr und zwei leichten Maschinengewehren für acht Soldaten und einen Unteroffizier als Besatzung befindet sich oberhalb von Triboltingen und bildet einen Teil des westlichen Abschnitts des Festungsgürtels.

Glück hatten wir von Beginn an, da sich in dieser Anlage bereits einige Werkzeuge wie Schaufeln und Spitzhacken und einiges an Ausrüstung befand. Tische, Stühle, Petroleumbeleuchtungssets und sogar Waffenzubehör wie eine Feldlafette und eine Zielvorrichtung für ein MG51 waren bereits vorhanden. Ein grosser Teil der Einrichtung war also bereits vor Ort.

Die Renovations- und Instandsetzungsarbeiten gestalteten sich aber schwieriger als im Dorf. Da Allmendhau Nord über keine Stromanschlüsse verfügt, wurden die ersten Arbeiten im Akkuscheinwerferlicht ausgeführt. Unter diesen Umständen konnten Malerarbeiten und andere kleinere Arbeiten relativ leicht ausgeführt werden. Sobald dies aber erledigt war, mussten wir eine Lösung finden um zu Bohren. Ein Haushaltsüblicher Akkuschrauber würde bei weiten nicht ausreichen. Glücklicherweise konnten wir akkubetriebene Baubohrer organisieren. Mit diesem waren Telefon, Batteriekästen und Regale schnell montiert.

Unser Hilight waren jeweils unsere Mittagspausen im Sommer. Der Bunker befindet sich an einer wunderschönen Lage mit weiter Sicht über den Bodensee. Bei schön Wetter haben wir regelmässig vor dem Bunker grilliert und den warmen Sommer genossen.

In der Zukunft werden wir den Allmendhau Nord vorwiegend bei Rundgängen im Westlichen Teil des Festungsgürtels zum Einsatz bringen. Da der Bunker wie gesagt eher klein ist, werden wir versuchen das Infanteriehandwerk im Feld ein wenig zu beleuchten und nicht nur im Bunker sondern auch draussen einiges zu präsentieren.

 

Zum Schluss dürfen auch einige Worte des Danks nicht fehlen:

An erster Stelle möchten wir uns bei Herrn Urs Ehrbahr und Herrn Max Kunz für ihre wertvolle Unterstützung und Mithilfe danken. Weiter auch Herrn Jakob Dütsch der uns auch mit einigen seiner Werkzeuge des nahen Hofes aushalf.

Natürlich geht unser Dank auch an die fleissigen Helfer, welche an den Arbeitstagen die Dachrinne aushoben haben und einiges überflüssiges Material abtransportiert haben.

 

Wir freuen uns darauf, wenn wir bald viele von Ihnen im Infanteriebunker A5643 Allmendhau Nord begrüssen dürfen.

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