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Bericht über den Arbeitstag vom 20. Mai 2017

 

Am Mai-Arbeitstag standen 20 Mann im Einsatz : Im Kommandobunker Weinfelden, beim Bahndammbunker Lengwil, im Dorfbunker Bottighofen sowie

in den Anlagen A 5681 und A 5679.

Vom frühlingshaften Wetter konnte vor allem das Team profitieren, das rund um den Bahndammbunker das Gras gemäht hat, sowie die beiden Detachemente, welche Zugänge und Türen

im Werk A5681 und im Unterstand A5679 entrostet und neu verschlossen haben.

Aber auch „ unter Tage“ waren weitere 4 Detachemente im Einsatz:

  • Der Dorfbunker Bottighofen wurde gereinigt und die Waffen gepflegt.
  • Im Bahndammbunker wurde mit dem Malen der Waffenstellungen begonnen, sodass die ganze Anlage bei unseren Besuchern wieder einen freundlichen Eindruck hinterlässt.

Diese umfangreiche Neubemalung wird uns sicher auch am Juniarbeitstag beschäftigen.

  • Im Kommandobunker Weinfelden waren gleich drei Teams an der Arbeit: An den neu zugegangenen Waffen wurde ein gründlicher PD durchgeführt, die Bibliotheksarbeit wurde weitergeführt und im Archiv wurden weitere Dokumente erfasst und durch ein Sachregister zugänglich gemacht.

Zwei weitere Kameraden haben uns am 20.5. an der GV  von FORT CH, der Dachorganisation aller Bunker- oder Festungsvereine der Schweiz,  im Bündnerland vertreten. Und bereits am kommenden Dienstag werden Armin Gilg und Heinz Kernen im Berner Oberland (Sumiswald ) 5 Palette Armeematerial abholen, das wir bei der Zentralstelle für Historisches Armeematerial (ZSHAM ) fassen dürfen!

Mit René Gnehm und seinem Schwiegersohn Reto Hafner sind heute auch zwei Vereinsmitglieder neu zu unserem Einsatzteam gestossen. Wir heissen die beiden an dieser Stelle nochmals herzlich willkommen!

Allen, die am heutigen Arbeitstag beteiligt waren, sei herzlich für Ihren Einsatz gedankt!

Unser nächster Arbeitstag, der vermutlich durch ein TV - Team des SWR begleitet wird, findet am 17. Juni 2017 statt.

Bunkerwanderung am 1. Mai 2017:

Wanderung zu den Orten des Kalten Krieges

Hundert kleine und grosse Interessierte folgten der Einladung unseres Vereins zur Bunkerwanderung, die zu drei interessanten Anlagen im Raum Weinfelden und Umgebung führte. Bedrohlich schwarze Wolken hingen über dem Südabhang des Ottenberges. Von der Ferne grüssten die noch verschneiten Voralpen und die ersten Regentropfen fielen. Eine Stimmung, die zur diesjährigen Bunkerwanderung des Vereins Festungsgürtel passt. «Typisches Infanteriewetter», lachte der ehemalige Adjutant Unteroffizier René Kradolfer aus Landschlacht und aus einer andern Ecke tönte es: «Es gibt kein schlechtes Wetter, nur eine schlechte Kleidung». Im Zelt vor dem Schützenhaus «Hau» begrüssten Präsident Josef Bieri und Vizepräsident Urs Ehrbar mit Hilfe des Megaphons die 100 Teilnehmer - ältere Semester, aber auch Eltern und Grosseltern mit ihren Kindern und Enkelkindern, eine Delegation des Vereins  Militär- und Festungsmuseum Full-Reuenthal sowie die 35 Helfer. «Sie gehören zu jenen Miteidgenossen, denen das schlechte Wetter nichts anhaben kann», sagte Bieri und sein Vize teilte die Teilnehmenden in drei Gruppen ein.

Waffensammlung und Informationen zum Kalten Krieg

Im ehemaligen Führungsraum des Kommandobunkers Weinfelden westlich der Burg begrüsste Vizepräsident Urs Ehrbar die Teilnehmenden. Der Ausbau zur  zweistöckigen Führungsanlage erfolgte in den Jahren 1963-1967.  Der KP Weinfelden im heutigen Zustand ist also der „KP des Kalten Krieges“. Der kurze Info-Block im Führungsraum war daher ein Rückblick auf die Zeit zwischen 1947 und dem Fall der Berliner Mauer 1989. «Meine Generation rechnete nicht damit, dass wir den Fall der Berliner Mauer und die Wiedervereinigung Deutschlands sowie das Ende der Spaltung Europas erleben würden», sagt Ehrbar und zeigte unter anderem die Einsatzdispositive der Felddivision 7 sowie der Grenzbrigade 7 aus dieser Zeitepoche. Im Kommandobunker ist seit über zwei Jahren die Waffensammlung des verstorbenen Walter Minder aus Weinfelden untergebracht. Walter Minder hat einen Teil seines Vermögens in seine grosse Leidenschaft, die Waffen, investiert. Nach langwierigen Verhandlungen gelang es dem Verein Festungsgürtel Kreuzlingen, die ganze Sammlung zu übernehmen, die jetzt in sechs Räumen im KP Weinfelden zu sehen ist.

 

Munitionsdepot Eschikofen

Mit zwei Pinzgauern und den bereitstehenden  sieben Jeeps des Jeep-Vereins Switzerland gelangten die Teilnehmer zum Munitionsdepot Eschikofen, wo Armin Eugster mit Informationen über die einstige und heutige Funktion des Gebäudes aufwartete. «Dieses Depot wurde in den Siebzigerjahren gebaut und hier hätte das Infanterie  Regiment 31 im Kriegsfall seine Munition gefasst», erklärt Eugster. Wo früher tonnenweise verschiedene Munitionssorten gelagert wurden, können seit vergangenem Jahr der Zivilschutz im Untergeschoss und der Verein Festungsgürtel Kreuzlingen im Obergeschoss das  Material und verschiedene schwere Waffen einlagern. Die älteste davon eine Feldkanone 1933, aber auch zwei 9 cm Pak 57 mit dem gebogenen Schild.

 

Richtstrahlstation

Heinz Kernen, heute noch begeisterter Amateurfunker, empfing die Interessierten im ASU F7714, der Funk- und Richtstrahlstation. «Diese Anlage konnte vom Brigade - KP  aus gesteuert werden und hatte die Aufgabe, über Telefon oder Funk die Verbindungen zur vorgesetzten Kommandostelle sicherzustellen», erklärt Kernen. Durch den vom KP räumlich abgesetzten Standort der Richtstrahlstation wurde der Kommandobunker elektronisch nicht verraten. Er war zudem durch den Ottenberg und den Seerücken abgeschirmt. Kernen kann heute von diesem Ort aus mit seiner privat eingerichteten Funkstation, mit Ausnahme von Neuseeland, sämtliche Länder und Kontinente anpeilen.

 

Mittagessen im Festzelt „ Hau“

Gegen 1230 trafen die drei Detachemente wieder im Hau ein, wo alle ein vorzügliches Mittagessen geniessen konnten, das Max Kunz mit seiner Küchenmannschaft im Verlaufe des Morgens zubereitet hatte. Auch Kuchen und Kaffee zum Dessert fanden sehr guten Anklang. Damit fand die informative Bunkerwanderung 2017, die vom Regen weitgehend verschont wurde, ihren gemütlichen Abschluss bei Speis und Trank im Festzelt der Schützengesellschaft Weinfelden im Hau.


Werner Lenzin

Bericht über den Arbeitstag vom 22. April 2017

 

Diesmal hat’s auch mit dem Wetter geklappt: Bei sonnigem Frühlingswetter konnten wir die für den April-Arbeitstag geplanten Arbeiten in Angriff nehmen!

In 5 Einsatzgruppen  wurde wieder wertvolle Arbeit geleistet:

 

Holzergruppe

-          Das Bunkerdach auf dem 5683 wurde gemäht.

-          Es wurden für den 1. Mai temporäre Sicherheitsgeländer am Mun Mag Eschikofen montiert.

-          Der Unterstand A 5682 wurde ausgepumpt und freigelegt.

 

Einsatzgruppe Lengwil

-          Im  Werkzeugmagazin wurden neue Halterungen montiert.

-          Die Werkstatt im Bahndammbunker wurde aufgeräumt und neu geordnet.

-          Der Holzbunker beim Bahnhof Lengwil wurde von Ueberwucherungen befreit.

-          Im Unterkunftsraum des Bahndammbunkers wurde der abgebrochene Metallarm der Verriegelung des Notausgangs geschweisst.

 

Posten - Vorbereitungen für den 1. Mai

-          Beim Rist Bunker N des KP Weinfelden wurden Vorbereitungen für den 1. Mai getroffen.

 

Arbeiten im KP Weinfelden

-          Das Archiv wurde mit einem neuen Lagergestell ausgerüstet.

-          Die Waffensammlung erhielt den letzten Schliff für den 1. Mai.

 

Allrounder Team Bill

-          Hans und Willi Bill haben die Sanierungsarbeiten am Strassenbunker A 5697 in Bottighofen abgeschlossen. Dies umfasste sowohl Maurer- wie auch Malerarbeiten.

 

Die Bilder geben einen kleinen Einblick in die Einsätze dieses Arbeitstages. Ich möchte allen 21 Helfern herzliche für ihren Einsatz danken.

Urs Ehrbar

Bericht über den Arbeitstag vom 18.März 2017

 

Mit einer Rekordbeteiligung von 26 Mann wurden die Arbeiten des dritten Arbeitstages dieses Jahres in Angriff genommen. Und obwohl das Wetter nicht optimal war, konnten sämtliche geplanten Einsätze erfolgreich abgeschlossen werden. Die angefügten Bilder geben einen kleinen Einblick in der verschiedenen Arbeitsbereiche.

Die Holzergruppe, die den A 5682 auszupumpen und auszugraben hatte, war Wind und Wetter natürlich in besonderem Masse ausgesetzt. Ein herzliches Dankeschön fürs Durchhalten!

Im KP Weinfelden wurden die Arbeiten im Archiv und in der Bibliothek fortgesetzt und die Malerequipe hat die Gangböden auf beiden Stockwerken des Arbeitstracks neu gestrichen. Der KP sieht immer einladender aus!

Stiebende Funken gab es bei zwei Einsätzen: Einerseits beim Schlosserteam, das den Eingang des A5666 sanierte und andererseits beim Team, das den A 5697 in Bottighofen wieder in einen guten Zustand versetzte, nachdem er infolge eines Leitungsbruches teilweise überflutet war. In dieser Anlage wurden auch alle Haken und Halterungen entfernt, die sich im langen Gang auf Augenhöhe befanden und für die Besucher eine Gefahr hätten sein können.

Im Dachstock des A 5633 in Triboltingen wurde eine neue Beleuchtung montiert, die es ermöglicht, dort die Exponate bei guter Beleuchtung zu bestaunen.

Ein Team polierte unsere Kanonen im Mun Mag Eschikofen auf Hochglanz, sodass wir sie am 1. Mai unseren Besuchern, durch die Scheinwerfer, die Heinz Kernen in einem Spezialeinsatz montiert hat,  gut beleuchtet präsentieren können!

Schliesslich wurden die Gestelle im Mat Mag Lengwil neu montiert und die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass unser Werkzeuge dort übersichtlich gelagert werden können.

Allen Teilnehmern am Märzarbeitstag sei nochmals herzlich für ihren Super – Einsatz

gedankt!

Zum nächsten Arbeitstag treffen wir uns nach Ostern am 22. April. Wie immer sind auch neue Hilfskräfte herzlich willkommen!

Bericht der GV vom 13.03.2017

Bottighofen An der Generalversammlung des Festungsgürtel Kreuzlingen informierte Thomas Zehnder, Kommandant der Grenzwachtregion II, über die aktuellen Herausforderungen an der Grenze.

«Wir leben in einem neuen Zeitalter, wissen nicht mehr wie grosse Staatsmänner denken, und die Schweiz kann ihre Sicherheitspolitik nicht mehr alleine im eigenen Land bewerkstelligen», begrüsste Vereinspräsident Josef Bieri die 118 Mitglieder. Erfreut zeigte er sich über die Entwicklung des Vereins: Er hat im Berichtsjahr um 73  Personen zugelegt und zählt nun 633 Mitglieder. Laut Vizepräsident Urs Ehrbar verzeichnete man in den Bunkeranlagen 1 016 Besucher und am Tag der offenen Bunkertüre 600. «Besonders freut uns das zunehmende Interesse der Schulen und der Entscheid der Pädagogischen Hochschule Kreuzlingen, das Thema Festungsgürtel ins Weiterbildungsprogramm 2017 aufzunehmen», sagte Ehrbar. Zudem verfassten Studenten der Hochschule Architektur in Konstanz eine Arbeit über die künftige Nutzung der Bunker und Maturant Simon Weisskopf verfasste einen Bunkerführer für den Festungsgürtel Kreuzlingen. Einstimmig genehmigten die Mitglieder den Jahresbericht des Präsidenten, die von Kassier Urs Siegfried vorgelegte Jahresrechnung 2016 und das Budget 2017.

Ruhige Lage im Grenzraum

«Weil wir keine Grossstädte haben, das Asylverfahren schnell verläuft und man bei uns kontrolliert wird, ist die Schweiz als Asylland nicht beliebt und wir verfolgen eine gute und erfolgreiche Strategie», betonte der Kommandant der Grenzwachtregion II, Thomas Zehnder. Er bezeichnete die Lage im Grenzraum Kreuzlingen-Konstanz momentan als ruhig und hob hervor, dass man alles daran setze um zu verhindern, dass Kreuzlingen zum Transitort für Flüchtlinge werde. Neben den reinen Zollaufgaben vollzieht das Grenzwachtkorps über 160 Gesetze und Verordnungen. «Mitunter geht es meist um Sicherheitsbereiche, die für uns alle selbstverständlich sind und Auftraggeber sind in vielen Fällen Bundesämter», sagte Zehnder. Die Zollverwaltung nimmt rund 40 Prozent der Bundeseinnahmen ein. Darum ist das Grenzwachtkorps als Teil der Eidgenössischen Zollverwaltung auch dem eidgenössischen Finanzdepartement unterstellt. Insgesamt sind schweizweit 2000 Grenzwächter für die Sicherheit und den Reiseverkehr zuständig und 2400 Zollfachkräfte für den Handelswarenverkehr.

 

Feldwege sind geteerte Strassen

Laut Zehnder beinhaltet eine der Kernkompetenzen der Grenzwächter die Tätigkeit in der Dokumentenerkennung und die ganze Schweiz ist aufgeteilt in vier Zollkreise und sieben Grenzwachtregionen. Sichtbar präsent ist das Grenzwachtkorps an den grossen Übergängen und dort, wo Verzollungen vor Ort angeboten werden. Der umsatzgrösste Übergang ist in Thayngen im Kanton Schaffhausen. Das Gros des Grenzgebietes deckt man mobil und sporadisch ab. Sorge bereitet dem Kommandanten die Tatsache, dass heute in den Kantonen Zürich, Schaffhausen und Thurgau einstige Feldwege durch heute 83 geteerte und somit gut fahrbare Strassen ersetzt worden sind. «Heute passiert in Kreuzlingen in Spitzenzeiten alle zwei Sekunden ein Auto die Grenze und da genau die Richtigen zu kontrollieren ist eine grosse Herausforderung für uns», stellt Zehnder fest. Alleine am Übergang Konstanz müssen monatlich 435 Zoll- und Mehrwertbussen ausgestellt werden, davon 42 Bussen bei einem Warenwert von über 2 000 Franken. Dies bedingt personelle Ressourcen und mobile Kontrollen im Grenzraum. Hilfreich für den Grenzwächter sind dabei stationäre und mobile Röntgengeräte, Videoskop, Diensthunde und Dokumentenprüfgeräte. Geschmuggelt werden insbesondere Heilmittel, Tiere und Betäubungsmittel. «Wir müssen schlau kontrollieren und das seriöse Überprüfen eines Personenwagens benötigt bis zu drei Stunden», weiss der Kommandant. Er stellt fest, dass die Suche nach Flüchtlingen an den verschiedensten Orten wie zwischen Bänken in der Bahn, in Koffern, unter und auf Eisenbahnwagen heikler und aufwändiger geworden ist und das Grenzwachtkorps bei der Arbeit sehr genau beobachtet wird. 257 rechtswidrige Aufenthalte im Schengenraum und 83 Meldungen an das kantonale Migrationsamt verzeichnet man in der Grenzwachtregion II monatlich. «Die Vorbereitungen für einen Armee-Einsatz bei einem Szenario von einer Grosszahl von Flüchtlingen sind gemacht und so bleibt das Grenzwachtkorps ein wertvoller Sicherheitsfilter an der Grenze», unterstrich Zehnder.

 

Bild: Kommandant Thomas Zehnder sprach an der von Präsident Josef Bieri geleiteten Generalversammlung über die aktuelle Situation an der Grenze.

 

Bilder: Werner Lenzin

Werner Lenzin

kreuzlingen@thurgauerzeitung.ch

 

Munitionsdepot Eschikofen

Östlich von Eschikofen hat der Iltisbach ein tiefes Tobel in den Wellenberg gegraben. Dieses bildet einen Teil der Grenze zwischen den Gemeinden Amlikon-Bissegg und Hüttlingen. Tief versteckt vor dem Durchgangsverkehr wurde in den Siebzigerjahren ein Munitionsdepot für die Einheiten des InfanterieRegiments 31 gebaut.

Hier im Wildtobel hätten die Truppen im Kriegsfall ihre Munition gefasst. 2005 wurde die Kriegsmobilmachungs-Organisation in der Schweiz aufgehoben. Auch das Infanterie-Regiment 31 gibt es heute nicht mehr. Damit wurde das Lager nicht mehr gebraucht. Statt eines Abbruchs, wie dies im südlichen Kantonsteil geschehen ist, wurde das Objekt vom Kantonalen Forstamt übernommen. Lange Zeit stand es leer. Es war unklar, was man damit machen könnte. Eine gewerbliche oder private Umnutzung kommt aufgrund der Gesetzeslage nicht in Frage. Über Verbindungen von Vereinsmitgliedern wurde ein Kontakt zum Forstamt hergestellt. Unser Verein sucht ein trockenes und feuersicheres Lager für Material und unsere Geschütze. Etwas später meldete auch das Kantonale Amt für Bevölkerungsschutz Bedarf für ein Lager an. Eine erste Besprechung vor Ort ergab, dass sich die beiden Bedürfnisse ergänzen könnten. Das Forstamt hatte keinen aktuellen Bedarf. Somit ging es in der zweiten Runde bereits um eine Umsetzung. Es wurden ein Konzept und ein grober Zeitplan aufgestellt. Damit man auch Anhänger, Geschütze und dergleichen einlagern kann, wurde beschlossen auf jedem Stockwerk eine 2,50 Meter breite Türe anzubringen. Die restlichen zehn Panzertüren konnten damit belassen werden. Nötig war ein Baugesuch für die Umnutzung ausserhalb der Bauzone. Dieses wurde im letzten Jahr gestartet und vom Raumplanungsamt genehmigt. Nach der erhaltenen Baubewilligung ging es um die konkrete Umsetzung. Der Bevölkerungs-schutz hatte sich bereit erklärt, die beiden Toröffnungen herauszuschneiden und neue Türen zu liefern. Die hohe Qualität des armierten Betons wurde dann beim Anwenden der organisationseigenen Schneidewerkzeuge so richtig klar. Es brauchte zwei Anläufe für das Heraustrennen der beiden Öffnungen. Der Verein Festungsgürtel hat den Umbau der Panzertüren auf eine andere Schliessung und den Einbau der gesamten Schliessanlage übernommen. Weil die bestehenden Schlösser der Armee aus nachvollziehbaren Gründen nicht übernommen werden konnten, musste eine neue Lösung her. Die tonnenschweren Türflügel kann man nicht einfach aushängen und auf der Werkbank bohren und umbauen. Als Eingänge dienen nun die beiden neuen Sicherheits-Tore. Die verbliebenen Türen sind neu nur noch von Innen bedienbar. Beim ehemaligen Mun - Depot handelt sich um einen zweigeschossigen Betonbau mit den Ausmassen von etwa elf Mal zweiundzwanzig Metern. Auf beiden Längsseiten sind gekieste Vorplätze zum Manövrieren mit Lastwagen chaussiert worden. Zurzeit lagert ein Lieferant von einheimischen Holzschnitzeln seine Vorräte auf den beiden Plätzen. Eine Zufahrt zu den Lagerräumen ist aber möglich. Wo früher tonnenweise verschiedene Munition für das Inf Reg 31 gelagert wurde, können seit dem vergangenen Dezember der Zivilschutz und unser Verein ihr Material einlagern. Jedes Stockwerk hat rund 200 m² Nutzfläche. Das untere Geschoss ist mit Zivilschutz-Material belegt. Im oberen Stockwerk stehen vorerst verschiedene Geschütze aus unserem Fundus. Sie sind kurz vor Weihnachten aus den feuchten Unterständen und der privaten Garage in Altishausen nach Eschikofen transportiert worden. Im hinteren Teil beabsichtigen wir, Gestelle einzubauen. Schon vor dem ersten Arbeitstag montierte Heinz Kernen Scheinwerfer. Ein kleiner Generator wird zur Stromversorgung dienen. Das Depot befindet sich eher ausserhalb des Stammgebietes des Festungsgürtels. Wir sind aber überzeugt, dass eine sichere und trockene Lagerung unseres Materials wichtig ist. Als Umschlagplatz für Materialbezüge ist die Lage nahe der Autobahnausfahrt ideal und gut zu erreichen. Für die Umsetzung des Projektes geht ein grosses Dankeschön an Mathias Rickenbach vom Kantonalen Forstamt, an Daniel Engeli vom ABA, sowie an Yvo Rindlisbacher und Daniel Fuchs von der Ausbildung und dem Einsatzabteilung des Zivilschutzes.

Jahresprogramm 2017

-1.Mai 2017, 0900h Start zur Bunkerwanderung beim Schützenhaus "Hau", Weinfelden Detaillierte Angaben zur Bunkerwanderung finden Sie im Bulletin Heft Februar 2017. Anmeldefrist:    bis  spätestens    15. April 2017

-2.September 2017 Jahresprogramm 201 7 Militärhistorische Exkursion ins Berner Oberland Am Vormittag werden wir den „KP Heinrich“ in der Nähe von Spiez besuchen. In diesem        Bunker befanden sich bis zum Ende des Kalten Krieges das Kommando, die Feuerleitung und wesentliche Teile der Beobachtung für den Artillerieeinsatz im Raum Thunersee /  Brienzersee. Nach dem Mittagessen steht der Besuch der imposanten Artilleriefestung „ Waldbrand „ bei Beatenberg auf dem Programm. Diese Festung war ebenfalls bis zum Ende des  Kalten Krieges einsatzbereit und wird heute in einem ausgezeichneten Zustand gehalten. Die Tatsache, dass in den Munitionsmagazinen der Festung auch Schützenpanzer eingelagert  sind, die dort unterhalten werden, gibt einen Eindruck von der Dimension dieser Festung! Weitere Infos und Anmeldeformulare werden an der Bunkerwanderung am 1. Mai verfügbar  sein.

-Arbeitstage im Jahr 2017 An jedem 3. Samstag im Monat ( ausser Juli und Dezember ). Der Arbeitseinsatz dauert jeweils von 0800h bis 1 300h, anschliessend treffen wir uns zum    gemeinsamen Mittagessen. 21 . Januar, 1 8. Februar, 1 8. März, 22. April, 20. Mai, 1 7. Juni, 1 9. August, 1 6. September, 21 . Oktober, 1 8. November. Bei Interesse Melden sie sich  unter ehrbar.urs@bluewin.ch

Bericht über den Arbeitstag vom 18. Februar 2017

Bei strahlendem vorfrühlingshaftem Wetter haben am 18. Februar 25 Mann die Aufgaben in Angriff genommen, die für diesen Arbeitstag geplant waren. Dank grossem Einsatz und Ideenreichtum der Teilnehmenden konnten einmal mehr alle Aufgaben bewältigt werden.


Grosses technisches Geschickt war gefragt, wenn es galt, im A 5644 eine Pzaw Kanone mit Pivotlafette einzubauen, obwohl unsere Werke ja nicht für diesen Lafettentyp ausgelegt sind! Dass es trotzdem gelang, bezeugen die angefügten Bilder.

Die Holzfällergruppe war eher mit Tiefbauproblemen beschäftigt: Es galt zuerst, in der Wilderwies die Löcher mit Humus zu füllen, die durch das Entfernen der Zaunfundamente entstanden waren. Anschliessend wurde der verschüttete Zugang zu einem Unterstand südlich des Grossweihers freigelegt.


Ein weiteres Bild dieses Berichts zeigt die Begeisterung von Andy Buschauer, nachdem es gelungen war, seine drei Anlagen mit elektrischen Strom aus dem Generator beim A 5665 zu versorgen.

Im KP Weinfelden waren wiederum 3 Gruppen im Einsatz:

  • Die Malergruppe hat dem Gang im Unterkunftstrakt eine freundliche Ausstrahlung gegeben, die umso mehr zur Geltung kommt, als wir dort kürzlich LED –Leuchten montiert hatten.
  • Vier Mann waren im Archiv im Einsatz, um die systematische Erfassung aller Akten und Dokumente voranzutreiben.
  • Und in der Bibliothek wurden weitere Bücher eingeordnet, die uns in den letzten Wochen zugegangen sind.


Im Depot Märstetten sind wir der Unterhaltspflicht an den Napoleonkanonen nach-gekommen,  die wir gegenüber dem Historischen  Museum Thurgau eingegangen sind: Sorgfältig wurden die wertvollen Geschütze gereinigt.

Schließlich waren Werner Ilg und Max Kunz in allen Anlagen unterwegs, um sämtliche Waffen zu kontrollieren und unser Waffeninventar auf den aktuellen  Stand zu bringen. Eine Aufgabe, die beim Umfang unserer Sammlung sehr anspruchsvoll geworden ist!



Ich danke allen Teilnehmern, dass Ihr einmal mehr einen Samstag geopfert habt, um den guten Zustand unserer Anlagen zu erhalten und neue Anlagen fachgerecht auszustatten.

Zum nächsten Arbeitstag  treffen wir uns am 18. März 2017.



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Verein Festungsgürtel Kreuzlingen
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Bottighofen, Thurgau 8598
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