News und Veranstaltungshinweise

Eröffnung Infanteriewerk Triboltingen West

-Wann: Sonntag 15.Oktober.2017

-Wo: Alte Landstrasse 2, 8273 Triboltingen

-Zeit: 10.00-16.00Uhr

-Kostenfrei

-Parkmöglichkeiten beim SBB Bahnhof Triboltingen


Nach über einem Jahr intensiver Renovierungs arbeiten, wird unser kleines Werk eröffnet. Wir konnten viele Originalteile und Waffen installieren. Es gibt ausserdem eine Ausstellung über Infanteriemunition und Instruktionsmaterial aus vergangener Zeit. Eine kleine Bildergalerie über Schweizer Militäranlagen, aus diversen Kantonen, erwartet sie im Dachgeschoss. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde und des Festungsgürtel Kreuzlingen, haben wir ein Stück Schweizer Militärgeschichte am Leben erhalten. 

Wir freuen uns auf ihren Besuch!

Bericht über den Arbeitstag vom 17. Juni 2017

Am letzten Arbeitstag vor der Sommerpause waren 26 Vereinsmitglieder im Einsatz! Bei sechs verschiedenen Objekten und Anlagen wurden die verschiedensten Renovations – und Instandhaltungsarbeiten unternommen:

  • Im KP Weinfelden wurden die Arbeiten in unserer Bibliothek sowie im Archiv weitergeführt.
  • Das Holzer-Detachement hat den A 5682 trockengelegt und herausgefunden, über welche Leitung die Entwässerung vom Unterstand wegführt. Nun gilt es, diese Leitung in Ordnung zu bringen, um damit eine weitere Ueberflutung des Unterstandes in Zukunft zu vermeiden.
  • Beim Unterstand A 5679, der im Innern in einem Top-Zustand ist, wurde die Zutrittstüre besser gesichert und die Panzertüre entrostet und grundiert.
  • Die Malerarbeiten in den Waffenstellungen des Bahndammbunkers Lengwil wurden weitergeführt, sodass sich diese Anlagen bei Führungen noch besser präsentieren lässt. Diese Arbeiten werden wir im August weiterführen.

Gleichzeitig wurde an allen Waffen des Bahndammbunkers und der Geschützhalle ein PD durchgeführt.

  • In der Baracke Nord in der Wilderwies wurden drei vollständige Laf – Montagesätze zusammengestellt und palettiert, sowie die Voraussetzungen für den Einbau von Lagergestellen geschaffen, die im Herbst realisiert werden. Damit kann das Material, wie in der Baracke Süd, ordnungsgemäss und übersichtlich gelagert werden.
  • Schliesslich wurde bei drei Anlagen im Raum des „S“ ( Strasse Tägerwilen- Wäldi ) sowie beim Kleinbunker bei der Bahnstation Triboltingen das Gras gemäht.

Der Juni – Arbeitstag war durch zwei Besonderheiten gekennzeichnet:

Unsere Arbeiten wurden durch ein Kamerateam des SWR begleitet, das mit unseren Mitgliedern auch kurze Interviews durchführte. Das Ergebnis wird in einen TV- Beitrag mit dem Titel „ Grenze“ einfliessen, der uns zu gegebenen Zeit auch als DVD zur Verfügung gestellt wird. Ich gehen davon aus, dass dem Festungsgürtel  bei dieser Produktion von ca 45 Minuten nur einige Minuten gewidmet sein werden, weil das Thema „Grenze“ in verschiedenen Bereichen ausgeleuchtet wird. So eilte das TV- Team nach unserem Arbeitstag z.B  ins „LAGO“, um den Einkaufstourismus in Konstanz zu dokumentieren.

Eine ganz besondere Premiere war das Mittagessen! Es fand diesmal nicht wie gewohnt im Rössli Oberhofen, sondern im Felde, beim Göttibunker von Andy Buschauer statt. Andy und Hansjörg Federle haben uns einen perfekten Z‘mittag mit Vorspeise,  Käseschnitten und Dessert serviert, alles auf dem Benzinvergaserkocher der Armee zubereitet. Das hat uns allen ausgezeichnet geschmeckt und bot zudem einige gute Sujets für die Filmemacher. Im Namen aller Beteiligten möchte ich Andy und Hansjörg herzlich für Ihren Sondereinsatz danken!

Der nächste Arbeitstag findet am 19. August 2017 statt. Dann gilt es unter anderem, den Holzbunker auszuräumen, der im September abgebrochen wird. Möglicherweise werden wir jedoch im Juli noch zwei kleinere Einsätze haben, um Material aus stillgelegten Bunkern im Raum Untersee/Rhein für uns sicherzustellen.

Ich danke allen für ihren Einsatz im ersten Halbjahr 2017 und wünsche uns allen eine erholsame Sommerpause bei sommerlichem Wetter.

Mit kameradschaftlichem Gruss

Urs Ehrbar

Bericht über den Arbeitstag vom 20. Mai 2017

Am Mai-Arbeitstag standen 20 Mann im Einsatz : Im Kommandobunker Weinfelden, beim Bahndammbunker Lengwil, im Dorfbunker Bottighofen sowie in den Anlagen A 5681 und A 5679. Vom frühlingshaften Wetter konnte vor allem das Team profitieren, das rund um den Bahndammbunker das Gras gemäht hat, sowie die beiden Detachemente, welche Zugänge und Türenim Werk A5681 und im Unterstand A5679 entrostet und neu verschlossen haben.

Aber auch „ unter Tage“ waren weitere 4 Detachemente im Einsatz:

  • Der Dorfbunker Bottighofen wurde gereinigt und die Waffen gepflegt.
  • Im Bahndammbunker wurde mit dem Malen der Waffenstellungen begonnen, sodass die ganze Anlage bei unseren Besuchern wieder einen freundlichen Eindruck hinterlässt.

Diese umfangreiche Neubemalung wird uns sicher auch am Juniarbeitstag beschäftigen.

  • Im Kommandobunker Weinfelden waren gleich drei Teams an der Arbeit: An den neu zugegangenen Waffen wurde ein gründlicher PD durchgeführt, die Bibliotheksarbeit wurde weitergeführt und im Archiv wurden weitere Dokumente erfasst und durch ein Sachregister zugänglich gemacht.

Zwei weitere Kameraden haben uns am 20.5. an der GV  von FORT CH, der Dachorganisation aller Bunker- oder Festungsvereine der Schweiz,  im Bündnerland vertreten. Und bereits am kommenden Dienstag werden Armin Gilg und Heinz Kernen im Berner Oberland (Sumiswald ) 5 Palette Armeematerial abholen, das wir bei der Zentralstelle für Historisches Armeematerial (ZSHAM ) fassen dürfen!

Mit René Gnehm und seinem Schwiegersohn Reto Hafner sind heute auch zwei Vereinsmitglieder neu zu unserem Einsatzteam gestossen. Wir heissen die beiden an dieser Stelle nochmals herzlich willkommen!

Allen, die am heutigen Arbeitstag beteiligt waren, sei herzlich für Ihren Einsatz gedankt!

Unser nächster Arbeitstag, der vermutlich durch ein TV - Team des SWR begleitet wird, findet am 17. Juni 2017 statt.

 

Bunkerwanderung am 1. Mai 2017:

Wanderung zu den Orten des Kalten Krieges

Hundert kleine und grosse Interessierte folgten der Einladung unseres Vereins zur Bunkerwanderung, die zu drei interessanten Anlagen im Raum Weinfelden und Umgebung führte. Bedrohlich schwarze Wolken hingen über dem Südabhang des Ottenberges. Von der Ferne grüssten die noch verschneiten Voralpen und die ersten Regentropfen fielen. Eine Stimmung, die zur diesjährigen Bunkerwanderung des Vereins Festungsgürtel passt. «Typisches Infanteriewetter», lachte der ehemalige Adjutant Unteroffizier René Kradolfer aus Landschlacht und aus einer andern Ecke tönte es: «Es gibt kein schlechtes Wetter, nur eine schlechte Kleidung». Im Zelt vor dem Schützenhaus «Hau» begrüssten Präsident Josef Bieri und Vizepräsident Urs Ehrbar mit Hilfe des Megaphons die 100 Teilnehmer - ältere Semester, aber auch Eltern und Grosseltern mit ihren Kindern und Enkelkindern, eine Delegation des Vereins  Militär- und Festungsmuseum Full-Reuenthal sowie die 35 Helfer. «Sie gehören zu jenen Miteidgenossen, denen das schlechte Wetter nichts anhaben kann», sagte Bieri und sein Vize teilte die Teilnehmenden in drei Gruppen ein.

Waffensammlung und Informationen zum Kalten Krieg

Im ehemaligen Führungsraum des Kommandobunkers Weinfelden westlich der Burg begrüsste Vizepräsident Urs Ehrbar die Teilnehmenden. Der Ausbau zur  zweistöckigen Führungsanlage erfolgte in den Jahren 1963-1967.  Der KP Weinfelden im heutigen Zustand ist also der „KP des Kalten Krieges“. Der kurze Info-Block im Führungsraum war daher ein Rückblick auf die Zeit zwischen 1947 und dem Fall der Berliner Mauer 1989. «Meine Generation rechnete nicht damit, dass wir den Fall der Berliner Mauer und die Wiedervereinigung Deutschlands sowie das Ende der Spaltung Europas erleben würden», sagt Ehrbar und zeigte unter anderem die Einsatzdispositive der Felddivision 7 sowie der Grenzbrigade 7 aus dieser Zeitepoche. Im Kommandobunker ist seit über zwei Jahren die Waffensammlung des verstorbenen Walter Minder aus Weinfelden untergebracht. Walter Minder hat einen Teil seines Vermögens in seine grosse Leidenschaft, die Waffen, investiert. Nach langwierigen Verhandlungen gelang es dem Verein Festungsgürtel Kreuzlingen, die ganze Sammlung zu übernehmen, die jetzt in sechs Räumen im KP Weinfelden zu sehen ist.

Munitionsdepot Eschikofen

Mit zwei Pinzgauern und den bereitstehenden  sieben Jeeps des Jeep-Vereins Switzerland gelangten die Teilnehmer zum Munitionsdepot Eschikofen, wo Armin Eugster mit Informationen über die einstige und heutige Funktion des Gebäudes aufwartete. «Dieses Depot wurde in den Siebzigerjahren gebaut und hier hätte das Infanterie  Regiment 31 im Kriegsfall seine Munition gefasst», erklärt Eugster. Wo früher tonnenweise verschiedene Munitionssorten gelagert wurden, können seit vergangenem Jahr der Zivilschutz im Untergeschoss und der Verein Festungsgürtel Kreuzlingen im Obergeschoss das  Material und verschiedene schwere Waffen einlagern. Die älteste davon eine Feldkanone 1933, aber auch zwei 9 cm Pak 57 mit dem gebogenen Schild.

Richtstrahlstation

Heinz Kernen, heute noch begeisterter Amateurfunker, empfing die Interessierten im ASU F7714, der Funk- und Richtstrahlstation. «Diese Anlage konnte vom Brigade - KP  aus gesteuert werden und hatte die Aufgabe, über Telefon oder Funk die Verbindungen zur vorgesetzten Kommandostelle sicherzustellen», erklärt Kernen. Durch den vom KP räumlich abgesetzten Standort der Richtstrahlstation wurde der Kommandobunker elektronisch nicht verraten. Er war zudem durch den Ottenberg und den Seerücken abgeschirmt. Kernen kann heute von diesem Ort aus mit seiner privat eingerichteten Funkstation, mit Ausnahme von Neuseeland, sämtliche Länder und Kontinente anpeilen.

Mittagessen im Festzelt „ Hau“

Gegen 1230 trafen die drei Detachemente wieder im Hau ein, wo alle ein vorzügliches Mittagessen geniessen konnten, das Max Kunz mit seiner Küchenmannschaft im Verlaufe des Morgens zubereitet hatte. Auch Kuchen und Kaffee zum Dessert fanden sehr guten Anklang. Damit fand die informative Bunkerwanderung 2017, die vom Regen weitgehend verschont wurde, ihren gemütlichen Abschluss bei Speis und Trank im Festzelt der Schützengesellschaft Weinfelden im Hau.

Werner Lenzin

Bericht über den Arbeitstag vom 22. April 2017

Diesmal hat’s auch mit dem Wetter geklappt: Bei sonnigem Frühlingswetter konnten wir die für den April-Arbeitstag geplanten Arbeiten in Angriff nehmen! In 5 Einsatzgruppen  wurde wieder wertvolle Arbeit geleistet:

Holzergruppe

-          Das Bunkerdach auf dem 5683 wurde gemäht.

-          Es wurden für den 1. Mai temporäre Sicherheitsgeländer am Mun Mag Eschikofen montiert.

-          Der Unterstand A 5682 wurde ausgepumpt und freigelegt.

Einsatzgruppe Lengwil

-          Im  Werkzeugmagazin wurden neue Halterungen montiert.

-          Die Werkstatt im Bahndammbunker wurde aufgeräumt und neu geordnet.

-          Der Holzbunker beim Bahnhof Lengwil wurde von Ueberwucherungen befreit.

-          Im Unterkunftsraum des Bahndammbunkers wurde der abgebrochene Metallarm der Verriegelung des Notausgangs geschweisst.

Posten - Vorbereitungen für den 1. Mai

-          Beim Rist Bunker N des KP Weinfelden wurden Vorbereitungen für den 1. Mai getroffen.

Arbeiten im KP Weinfelden

-          Das Archiv wurde mit einem neuen Lagergestell ausgerüstet.

-          Die Waffensammlung erhielt den letzten Schliff für den 1. Mai.

Allrounder Team Bill

-          Hans und Willi Bill haben die Sanierungsarbeiten am Strassenbunker A 5697 in Bottighofen abgeschlossen. Dies umfasste sowohl Maurer- wie auch Malerarbeiten.

Die Bilder geben einen kleinen Einblick in die Einsätze dieses Arbeitstages. Ich möchte allen 21 Helfern herzliche für ihren Einsatz danken.

Urs Ehrbar

Bericht über den Arbeitstag vom 18.März 2017

Mit einer Rekordbeteiligung von 26 Mann wurden die Arbeiten des dritten Arbeitstages dieses Jahres in Angriff genommen. Und obwohl das Wetter nicht optimal war, konnten sämtliche geplanten Einsätze erfolgreich abgeschlossen werden. Die angefügten Bilder geben einen kleinen Einblick in der verschiedenen Arbeitsbereiche.

Die Holzergruppe, die den A 5682 auszupumpen und auszugraben hatte, war Wind und Wetter natürlich in besonderem Masse ausgesetzt. Ein herzliches Dankeschön fürs Durchhalten!

Im KP Weinfelden wurden die Arbeiten im Archiv und in der Bibliothek fortgesetzt und die Malerequipe hat die Gangböden auf beiden Stockwerken des Arbeitstracks neu gestrichen. Der KP sieht immer einladender aus!

Stiebende Funken gab es bei zwei Einsätzen: Einerseits beim Schlosserteam, das den Eingang des A5666 sanierte und andererseits beim Team, das den A 5697 in Bottighofen wieder in einen guten Zustand versetzte, nachdem er infolge eines Leitungsbruches teilweise überflutet war. In dieser Anlage wurden auch alle Haken und Halterungen entfernt, die sich im langen Gang auf Augenhöhe befanden und für die Besucher eine Gefahr hätten sein können.

Im Dachstock des A 5633 in Triboltingen wurde eine neue Beleuchtung montiert, die es ermöglicht, dort die Exponate bei guter Beleuchtung zu bestaunen.

Ein Team polierte unsere Kanonen im Mun Mag Eschikofen auf Hochglanz, sodass wir sie am 1. Mai unseren Besuchern, durch die Scheinwerfer, die Heinz Kernen in einem Spezialeinsatz montiert hat,  gut beleuchtet präsentieren können!

Schliesslich wurden die Gestelle im Mat Mag Lengwil neu montiert und die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass unser Werkzeuge dort übersichtlich gelagert werden können.

Allen Teilnehmern am Märzarbeitstag sei nochmals herzlich für ihren Super – Einsatzgedankt!

Zum nächsten Arbeitstag treffen wir uns nach Ostern am 22. April. Wie immer sind auch neue Hilfskräfte herzlich willkommen!

Bericht der GV vom 13.03.2017

Bottighofen An der Generalversammlung des Festungsgürtel Kreuzlingen informierte Thomas Zehnder, Kommandant der Grenzwachtregion II, über die aktuellen Herausforderungen an der Grenze.

«Wir leben in einem neuen Zeitalter, wissen nicht mehr wie grosse Staatsmänner denken, und die Schweiz kann ihre Sicherheitspolitik nicht mehr alleine im eigenen Land bewerkstelligen», begrüsste Vereinspräsident Josef Bieri die 118 Mitglieder. Erfreut zeigte er sich über die Entwicklung des Vereins: Er hat im Berichtsjahr um 73  Personen zugelegt und zählt nun 633 Mitglieder. Laut Vizepräsident Urs Ehrbar verzeichnete man in den Bunkeranlagen 1 016 Besucher und am Tag der offenen Bunkertüre 600. «Besonders freut uns das zunehmende Interesse der Schulen und der Entscheid der Pädagogischen Hochschule Kreuzlingen, das Thema Festungsgürtel ins Weiterbildungsprogramm 2017 aufzunehmen», sagte Ehrbar. Zudem verfassten Studenten der Hochschule Architektur in Konstanz eine Arbeit über die künftige Nutzung der Bunker und Maturant Simon Weisskopf verfasste einen Bunkerführer für den Festungsgürtel Kreuzlingen. Einstimmig genehmigten die Mitglieder den Jahresbericht des Präsidenten, die von Kassier Urs Siegfried vorgelegte Jahresrechnung 2016 und das Budget 2017.

Ruhige Lage im Grenzraum

«Weil wir keine Grossstädte haben, das Asylverfahren schnell verläuft und man bei uns kontrolliert wird, ist die Schweiz als Asylland nicht beliebt und wir verfolgen eine gute und erfolgreiche Strategie», betonte der Kommandant der Grenzwachtregion II, Thomas Zehnder. Er bezeichnete die Lage im Grenzraum Kreuzlingen-Konstanz momentan als ruhig und hob hervor, dass man alles daran setze um zu verhindern, dass Kreuzlingen zum Transitort für Flüchtlinge werde. Neben den reinen Zollaufgaben vollzieht das Grenzwachtkorps über 160 Gesetze und Verordnungen. «Mitunter geht es meist um Sicherheitsbereiche, die für uns alle selbstverständlich sind und Auftraggeber sind in vielen Fällen Bundesämter», sagte Zehnder. Die Zollverwaltung nimmt rund 40 Prozent der Bundeseinnahmen ein. Darum ist das Grenzwachtkorps als Teil der Eidgenössischen Zollverwaltung auch dem eidgenössischen Finanzdepartement unterstellt. Insgesamt sind schweizweit 2000 Grenzwächter für die Sicherheit und den Reiseverkehr zuständig und 2400 Zollfachkräfte für den Handelswarenverkehr.

Feldwege sind geteerte Strassen

Laut Zehnder beinhaltet eine der Kernkompetenzen der Grenzwächter die Tätigkeit in der Dokumentenerkennung und die ganze Schweiz ist aufgeteilt in vier Zollkreise und sieben Grenzwachtregionen. Sichtbar präsent ist das Grenzwachtkorps an den grossen Übergängen und dort, wo Verzollungen vor Ort angeboten werden. Der umsatzgrösste Übergang ist in Thayngen im Kanton Schaffhausen. Das Gros des Grenzgebietes deckt man mobil und sporadisch ab. Sorge bereitet dem Kommandanten die Tatsache, dass heute in den Kantonen Zürich, Schaffhausen und Thurgau einstige Feldwege durch heute 83 geteerte und somit gut fahrbare Strassen ersetzt worden sind. «Heute passiert in Kreuzlingen in Spitzenzeiten alle zwei Sekunden ein Auto die Grenze und da genau die Richtigen zu kontrollieren ist eine grosse Herausforderung für uns», stellt Zehnder fest. Alleine am Übergang Konstanz müssen monatlich 435 Zoll- und Mehrwertbussen ausgestellt werden, davon 42 Bussen bei einem Warenwert von über 2 000 Franken. Dies bedingt personelle Ressourcen und mobile Kontrollen im Grenzraum. Hilfreich für den Grenzwächter sind dabei stationäre und mobile Röntgengeräte, Videoskop, Diensthunde und Dokumentenprüfgeräte. Geschmuggelt werden insbesondere Heilmittel, Tiere und Betäubungsmittel. «Wir müssen schlau kontrollieren und das seriöse Überprüfen eines Personenwagens benötigt bis zu drei Stunden», weiss der Kommandant. Er stellt fest, dass die Suche nach Flüchtlingen an den verschiedensten Orten wie zwischen Bänken in der Bahn, in Koffern, unter und auf Eisenbahnwagen heikler und aufwändiger geworden ist und das Grenzwachtkorps bei der Arbeit sehr genau beobachtet wird. 257 rechtswidrige Aufenthalte im Schengenraum und 83 Meldungen an das kantonale Migrationsamt verzeichnet man in der Grenzwachtregion II monatlich. «Die Vorbereitungen für einen Armee-Einsatz bei einem Szenario von einer Grosszahl von Flüchtlingen sind gemacht und so bleibt das Grenzwachtkorps ein wertvoller Sicherheitsfilter an der Grenze», unterstrich Zehnder.

Werner Lenzin

kreuzlingen@thurgauerzeitung.ch

Jahresprogramm 2017

- 1.Mai 2017, 0900h Start zur Bunkerwanderung beim Schützenhaus "Hau", Weinfelden Detaillierte Angaben zur           Bunkerwanderung finden Sie im Bulletin Heft Februar 2017. Anmeldefrist:    bis  spätestens    15. April 2017

-2.September 2017 Jahresprogramm 201 7 Militärhistorische Exkursion ins Berner Oberland Am Vormittag werden wir den „KP Heinrich“ in der Nähe von Spiez besuchen. In diesem        Bunker befanden sich bis zum Ende des Kalten Krieges das Kommando, die Feuerleitung und wesentliche Teile der Beobachtung für den Artillerieeinsatz im Raum Thunersee /  Brienzersee. Nach dem Mittagessen steht der Besuch der imposanten Artilleriefestung „ Waldbrand „ bei Beatenberg auf dem Programm. Diese Festung war ebenfalls bis zum Ende des  Kalten Krieges einsatzbereit und wird heute in einem ausgezeichneten Zustand gehalten. Die Tatsache, dass in den Munitionsmagazinen der Festung auch Schützenpanzer eingelagert  sind, die dort unterhalten werden, gibt einen Eindruck von der Dimension dieser Festung! Weitere Infos und Anmeldeformulare werden an der Bunkerwanderung am 1. Mai verfügbar  sein.

-Arbeitstage im Jahr 2017 An jedem 3. Samstag im Monat ( ausser Juli und Dezember ). Der Arbeitseinsatz dauert jeweils von 0800h bis 1 300h, anschliessend treffen wir uns zum    gemeinsamen Mittagessen. 21 . Januar, 1 8. Februar, 1 8. März, 22. April, 20. Mai, 1 7. Juni, 1 9. August, 1 6. September, 21 . Oktober, 1 8. November. Bei Interesse Melden sie sich  unter ehrbar.urs@bluewin.ch

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Urs Siegfried
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