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Bericht über den Arbeitstag vom 16.9.2017

 

Am Arbeitstag vom 16. September waren 22 Vereinsmitglieder im Einsatz. Neu heissen wir herzlich Susanne Kündig in unserer Arbeitsequipe willkommen. Susanne wird sich vor allem in unserer Bibliothek  im KP Weinfelden engagieren. Wieder zu uns gestossen ist erfreulicherweise Hanspeter Zbinden. Hanspeter ist seit kurzem pensioniert. Er arbeitete früher für das FWK und war dort vor allem zuständig für die Betreuung von Schlössern und Schliessanlagen. Auch ihn heissen wir herzlich  in unserem Kreis willkommen.

Am heutigen Arbeitstag konnte wieder ein erfreuliches Arbeitspensum bewältigt werden. Allen Teilnehmern sei herzlich für ihren Einsatz gedankt!

Beni Ganzenbein, Robert Schneider, Hans Bill und Peter Indergand sind ein eingespieltes Team, wenn es darum geht, Waffenlafetten in unseren Infanteriewerken wieder zu montieren. Die heute montierte Mg-Lafette ist bereits die vierte, die sie montiert haben! ( siehe Bild )

Max Kunz, Beat Hemminger und Reto Hafner bildeten heute die „Transportkolonne“ ( 2 Fz mit Anhänger ), welche Material und Geräte in den entsprechenden Depots und Magazinen einlagerte. ( siehe Bild )

Im KP Weinfelden hat Urs Bodmer, unser Chef Archiv, das achthundertste Schriftstück ordnungsgemäss verbucht und Hans von Wyl sowie Susanne Kündig haben ein neues Bibliothekskonzept entworfen.

Im Bahndammbunker wurden die Renovationsarbeiten durch Werner Ilg, Willi Schneeberger und Fritz Hofer weitergeführt: Bereits erstrahlen die Wände von zwei Dritteln der Kampfstände in neuem Glanz.

Während Hansjörg Huber und Hanspeter Zbinden das Lager unserer Ersatzschlüssel – und Schlösser neu ordneten, war Heinz Kernen im Einsatz, um das vor einer Woche bei der ZSHAM in Sumiswald neu gefasste Material zu sichten und zu ordnen.

Schliesslich gelang es dem Holzerteam ( Armin Eugster, Fritz Thurnheer, Dieter Freitag, Beni Kurmann und Josef Bachmann ) zwei weitere ASU im Raum des KP des ehemaligen Füs Bat 276 von der Ueberwachsung durch Brombeersträucher zu befreien und die Zugänge freizulegen. ( siehe Bild )

Zwei Bilder, die nicht vom heutigen Arbeitstag stammen, habe ich zusätzlich hinzugefügt. Sie zeigen das Resultat des enormen Einsatzes, den  Hans Bill und Heinz Kernen ausserhalb der Arbeitstage bei ihren Göttibunkern leisten: Ihre beiden Bunker sind neu mit einem Tarnmuster bemalt, das sich sehen lässt!

Nochmals herzlichen Dank allen, die an den „offiziellen“ Arbeitstagen und an weiteren „ individuellen“ Arbeitstagen dafür sorgen, dass sich der Zustand unserer Anlagen permanent verbessert!

 Mit kameradschaftlichem Gruss

Urs Ehrbar

P.S. Nächster Arbeitstag : 21. Oktober. Auch neue Gesichter sind willkommen!

Bericht über den Arbeitstag vom 13. August 2017

Am ersten Arbeitstag nach der Sommerpause waren 22 Mitglieder unseres Vereins im Einsatz. Während zwei Kameraden in Sumiswald bei der ZSHAM das Material für die nächste Fassung bestimmten, leisteten die 20 weiteren Vereinsmitglieder ihren Einsatz bei den verschiedenen Anlagen des Festungsgürtels und im KP Weinfelden:

KP Weinfelden

In der Bibliothek wurden zusätzliche Gestelle montiert, um die Bücher aufnehmen zu können, die uns laufend überlassen werden. Im Archiv darum ging es darum, die Erfassung unserer Reglementssammlung abzuschliessen.

Einsatz beim KP des ehemaligen Füs Bat 276 im Tägerwilerwald

Durch unser Holzerteam wurden die Zugänge zu drei ASU freigelegt, die ursprünglich zum KP des Füs Bat 276 gehört hatten.

Arbeiten im Raum Bahnstation Lengwil

Hier wurde einerseits beim „ Holzbunker“  alles ausgebaut, was wir in andern Anlagen wieder verwenden können. Leider muss dieser Bunker im nächsten Monat einer Verbreiterung der Gleisanlagen des Bahnhofs Lengwil weichen. Andererseits wurden im Bahndammbunker die Malerarbeiten in den Waffenstellungen abgeschlossen, sodass wir den Bahndammbunker unseren Besuchern wieder optimal  präsentieren können.

Göttibunker Weiherau

Hier wurden mit Erfolg die Waldschäden beseitigt, die der Sturm vom 1. auf den 2. August angerichtet hatten. 

Allen, die an diesem 19. August ihre Freizeit unserem Verein zur Verfügung gestellt haben, sei herzlich gedankt.

Bevor wir unsern nächsten Einsatz leisten ( 16. September ), ist aber Erholung angesagt: Am 2. September starten wir um 0630  mit einem Car vom Gemeindehaus Bottighofenaus zu unserer Militärhistorischen Exkursion ins Berner Oberland!

Bericht über den Arbeitstag vom 17. Juni 2017

Am letzten Arbeitstag vor der Sommerpause waren 26 Vereinsmitglieder im Einsatz! Bei sechs verschiedenen Objekten und Anlagen wurden die verschiedensten Renovations – und Instandhaltungsarbeiten unternommen:

  • Im KP Weinfelden wurden die Arbeiten in unserer Bibliothek sowie im Archiv weitergeführt.
  • Das Holzer-Detachement hat den A 5682 trockengelegt und herausgefunden, über welche Leitung die Entwässerung vom Unterstand wegführt. Nun gilt es, diese Leitung in Ordnung zu bringen, um damit eine weitere Ueberflutung des Unterstandes in Zukunft zu vermeiden.
  • Beim Unterstand A 5679, der im Innern in einem Top-Zustand ist, wurde die Zutrittstüre besser gesichert und die Panzertüre entrostet und grundiert.
  • Die Malerarbeiten in den Waffenstellungen des Bahndammbunkers Lengwil wurden weitergeführt, sodass sich diese Anlagen bei Führungen noch besser präsentieren lässt. Diese Arbeiten werden wir im August weiterführen.

Gleichzeitig wurde an allen Waffen des Bahndammbunkers und der Geschützhalle ein PD durchgeführt.

  • In der Baracke Nord in der Wilderwies wurden drei vollständige Laf – Montagesätze zusammengestellt und palettiert, sowie die Voraussetzungen für den Einbau von Lagergestellen geschaffen, die im Herbst realisiert werden. Damit kann das Material, wie in der Baracke Süd, ordnungsgemäss und übersichtlich gelagert werden.
  • Schliesslich wurde bei drei Anlagen im Raum des „S“ ( Strasse Tägerwilen- Wäldi ) sowie beim Kleinbunker bei der Bahnstation Triboltingen das Gras gemäht.

Der Juni – Arbeitstag war durch zwei Besonderheiten gekennzeichnet:

Unsere Arbeiten wurden durch ein Kamerateam des SWR begleitet, das mit unseren Mitgliedern auch kurze Interviews durchführte. Das Ergebnis wird in einen TV- Beitrag mit dem Titel „ Grenze“ einfliessen, der uns zu gegebenen Zeit auch als DVD zur Verfügung gestellt wird. Ich gehen davon aus, dass dem Festungsgürtel  bei dieser Produktion von ca 45 Minuten nur einige Minuten gewidmet sein werden, weil das Thema „Grenze“ in verschiedenen Bereichen ausgeleuchtet wird. So eilte das TV- Team nach unserem Arbeitstag z.B  ins „LAGO“, um den Einkaufstourismus in Konstanz zu dokumentieren.

Eine ganz besondere Premiere war das Mittagessen! Es fand diesmal nicht wie gewohnt im Rössli Oberhofen, sondern im Felde, beim Göttibunker von Andy Buschauer statt. Andy und Hansjörg Federle haben uns einen perfekten Z‘mittag mit Vorspeise,  Käseschnitten und Dessert serviert, alles auf dem Benzinvergaserkocher der Armee zubereitet. Das hat uns allen ausgezeichnet geschmeckt und bot zudem einige gute Sujets für die Filmemacher. Im Namen aller Beteiligten möchte ich Andy und Hansjörg herzlich für Ihren Sondereinsatz danken!

Der nächste Arbeitstag findet am 19. August 2017 statt. Dann gilt es unter anderem, den Holzbunker auszuräumen, der im September abgebrochen wird. Möglicherweise werden wir jedoch im Juli noch zwei kleinere Einsätze haben, um Material aus stillgelegten Bunkern im Raum Untersee/Rhein für uns sicherzustellen.

Ich danke allen für ihren Einsatz im ersten Halbjahr 2017 und wünsche uns allen eine erholsame Sommerpause bei sommerlichem Wetter.

Mit kameradschaftlichem Gruss

Urs Ehrbar

Bericht über den Arbeitstag vom 20. Mai 2017

Am Mai-Arbeitstag standen 20 Mann im Einsatz : Im Kommandobunker Weinfelden, beim Bahndammbunker Lengwil, im Dorfbunker Bottighofen sowie in den Anlagen A 5681 und A 5679. Vom frühlingshaften Wetter konnte vor allem das Team profitieren, das rund um den Bahndammbunker das Gras gemäht hat, sowie die beiden Detachemente, welche Zugänge und Türenim Werk A5681 und im Unterstand A5679 entrostet und neu verschlossen haben.

Aber auch „ unter Tage“ waren weitere 4 Detachemente im Einsatz:

  • Der Dorfbunker Bottighofen wurde gereinigt und die Waffen gepflegt.
  • Im Bahndammbunker wurde mit dem Malen der Waffenstellungen begonnen, sodass die ganze Anlage bei unseren Besuchern wieder einen freundlichen Eindruck hinterlässt.

Diese umfangreiche Neubemalung wird uns sicher auch am Juniarbeitstag beschäftigen.

  • Im Kommandobunker Weinfelden waren gleich drei Teams an der Arbeit: An den neu zugegangenen Waffen wurde ein gründlicher PD durchgeführt, die Bibliotheksarbeit wurde weitergeführt und im Archiv wurden weitere Dokumente erfasst und durch ein Sachregister zugänglich gemacht.

Zwei weitere Kameraden haben uns am 20.5. an der GV  von FORT CH, der Dachorganisation aller Bunker- oder Festungsvereine der Schweiz,  im Bündnerland vertreten. Und bereits am kommenden Dienstag werden Armin Gilg und Heinz Kernen im Berner Oberland (Sumiswald ) 5 Palette Armeematerial abholen, das wir bei der Zentralstelle für Historisches Armeematerial (ZSHAM ) fassen dürfen!

Mit René Gnehm und seinem Schwiegersohn Reto Hafner sind heute auch zwei Vereinsmitglieder neu zu unserem Einsatzteam gestossen. Wir heissen die beiden an dieser Stelle nochmals herzlich willkommen!

Allen, die am heutigen Arbeitstag beteiligt waren, sei herzlich für Ihren Einsatz gedankt!

Unser nächster Arbeitstag, der vermutlich durch ein TV - Team des SWR begleitet wird, findet am 17. Juni 2017 statt.

 

Bunkerwanderung am 1. Mai 2017:

Wanderung zu den Orten des Kalten Krieges

Hundert kleine und grosse Interessierte folgten der Einladung unseres Vereins zur Bunkerwanderung, die zu drei interessanten Anlagen im Raum Weinfelden und Umgebung führte. Bedrohlich schwarze Wolken hingen über dem Südabhang des Ottenberges. Von der Ferne grüssten die noch verschneiten Voralpen und die ersten Regentropfen fielen. Eine Stimmung, die zur diesjährigen Bunkerwanderung des Vereins Festungsgürtel passt. «Typisches Infanteriewetter», lachte der ehemalige Adjutant Unteroffizier René Kradolfer aus Landschlacht und aus einer andern Ecke tönte es: «Es gibt kein schlechtes Wetter, nur eine schlechte Kleidung». Im Zelt vor dem Schützenhaus «Hau» begrüssten Präsident Josef Bieri und Vizepräsident Urs Ehrbar mit Hilfe des Megaphons die 100 Teilnehmer - ältere Semester, aber auch Eltern und Grosseltern mit ihren Kindern und Enkelkindern, eine Delegation des Vereins  Militär- und Festungsmuseum Full-Reuenthal sowie die 35 Helfer. «Sie gehören zu jenen Miteidgenossen, denen das schlechte Wetter nichts anhaben kann», sagte Bieri und sein Vize teilte die Teilnehmenden in drei Gruppen ein.

Waffensammlung und Informationen zum Kalten Krieg

Im ehemaligen Führungsraum des Kommandobunkers Weinfelden westlich der Burg begrüsste Vizepräsident Urs Ehrbar die Teilnehmenden. Der Ausbau zur  zweistöckigen Führungsanlage erfolgte in den Jahren 1963-1967.  Der KP Weinfelden im heutigen Zustand ist also der „KP des Kalten Krieges“. Der kurze Info-Block im Führungsraum war daher ein Rückblick auf die Zeit zwischen 1947 und dem Fall der Berliner Mauer 1989. «Meine Generation rechnete nicht damit, dass wir den Fall der Berliner Mauer und die Wiedervereinigung Deutschlands sowie das Ende der Spaltung Europas erleben würden», sagt Ehrbar und zeigte unter anderem die Einsatzdispositive der Felddivision 7 sowie der Grenzbrigade 7 aus dieser Zeitepoche. Im Kommandobunker ist seit über zwei Jahren die Waffensammlung des verstorbenen Walter Minder aus Weinfelden untergebracht. Walter Minder hat einen Teil seines Vermögens in seine grosse Leidenschaft, die Waffen, investiert. Nach langwierigen Verhandlungen gelang es dem Verein Festungsgürtel Kreuzlingen, die ganze Sammlung zu übernehmen, die jetzt in sechs Räumen im KP Weinfelden zu sehen ist.

Munitionsdepot Eschikofen

Mit zwei Pinzgauern und den bereitstehenden  sieben Jeeps des Jeep-Vereins Switzerland gelangten die Teilnehmer zum Munitionsdepot Eschikofen, wo Armin Eugster mit Informationen über die einstige und heutige Funktion des Gebäudes aufwartete. «Dieses Depot wurde in den Siebzigerjahren gebaut und hier hätte das Infanterie  Regiment 31 im Kriegsfall seine Munition gefasst», erklärt Eugster. Wo früher tonnenweise verschiedene Munitionssorten gelagert wurden, können seit vergangenem Jahr der Zivilschutz im Untergeschoss und der Verein Festungsgürtel Kreuzlingen im Obergeschoss das  Material und verschiedene schwere Waffen einlagern. Die älteste davon eine Feldkanone 1933, aber auch zwei 9 cm Pak 57 mit dem gebogenen Schild.

Richtstrahlstation

Heinz Kernen, heute noch begeisterter Amateurfunker, empfing die Interessierten im ASU F7714, der Funk- und Richtstrahlstation. «Diese Anlage konnte vom Brigade - KP  aus gesteuert werden und hatte die Aufgabe, über Telefon oder Funk die Verbindungen zur vorgesetzten Kommandostelle sicherzustellen», erklärt Kernen. Durch den vom KP räumlich abgesetzten Standort der Richtstrahlstation wurde der Kommandobunker elektronisch nicht verraten. Er war zudem durch den Ottenberg und den Seerücken abgeschirmt. Kernen kann heute von diesem Ort aus mit seiner privat eingerichteten Funkstation, mit Ausnahme von Neuseeland, sämtliche Länder und Kontinente anpeilen.

Mittagessen im Festzelt „ Hau“

Gegen 1230 trafen die drei Detachemente wieder im Hau ein, wo alle ein vorzügliches Mittagessen geniessen konnten, das Max Kunz mit seiner Küchenmannschaft im Verlaufe des Morgens zubereitet hatte. Auch Kuchen und Kaffee zum Dessert fanden sehr guten Anklang. Damit fand die informative Bunkerwanderung 2017, die vom Regen weitgehend verschont wurde, ihren gemütlichen Abschluss bei Speis und Trank im Festzelt der Schützengesellschaft Weinfelden im Hau.

Werner Lenzin

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Urs Siegfried
Ifang 1
Bottighofen, Thurgau 8598
Festungsgürtel Kreuzlingen
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